Der alte Weber
Der Himmel sah aus wie Packpapier
über den Häusern ein fahler Mond
Die Kirchturmuhr stand kurz vor vier
die Stadt wirkte unbewohnt
nur der alte Weber war unterwegs
er hörte sie als erster kommen
in der Luft lag dieser seltsame Ton
ein Vibrieren und fernes Brummen
Der alte Weber blickte empor
sah die Kirche, den mächtigen Bau
noch war der Himmel über den Türmen
nicht mehr als ein schmutziges Grau
Dann aber kamen die Flieger
durchbrachen die Wolkenwand
wie Raubvögel stießen sie nieder
und setzten die Stadt in Brand
Wo eben noch Menschen schliefen
da tobte ein Feuermeer
Die Bewohner schrien und liefen
in Panik hin und her
Eine Mutter suchte ihren Jungen
ihre Hände waren verbrannt
der alte Weber starrte gebannt
wie die Kirche in Flammen stand
Wie ein Schiff in schwerer See
wie ein sterbendes stolzes Tier
stand die Kirche, seine Kirche
inmitten des Flammenmeer
Noch einmal schlug ihre Glocke
dann brach das Dachgestühl ein
und durch die zersplitterten Fenster
sah man den Flammenschein
Und nach dem Lärm kam die Stille
Staubregen fiel auf die Stadt
Gebrochen der Lebenswille
verloren, traurig und matt
Zerstört war’n nicht nur die Häuser
da war noch viel mehr kaputt
Es lagen auch Hoffnung und Glaube
wie die Kirche damals in Schutt
Wie ging das damals weiter
hab ich meinen Vater gefragt
Zunächst hat er lang geschwiegen
und dann hat er gesagt:
Es war der alte Weber
Er räumte ganz allein
den Schutt aus seiner Kirche
bewegte Stein für Stein
Dass damals jemand anfing
das gab den Menschen Mut
Da war nicht nur die Asche
da war auch noch die Glut
Es war ja nur ein Anfang
ein kleiner, erster Schritt
und doch war es ein Zeichen
und riss die and’ren mit
Wenn ich heute vor der Kirche steh
dem Wahrzeichen der Stadt
denk ich an den alten Weber
und was er geleistet hat
Von ihm gibt es kein Foto
auf dem Friedhof keinen Stein
Doch die Kirche, Gott zur Ehre,
soll auch ihm ein Denkmal sein
über den Häusern ein fahler Mond
Die Kirchturmuhr stand kurz vor vier
die Stadt wirkte unbewohnt
nur der alte Weber war unterwegs
er hörte sie als erster kommen
in der Luft lag dieser seltsame Ton
ein Vibrieren und fernes Brummen
Der alte Weber blickte empor
sah die Kirche, den mächtigen Bau
noch war der Himmel über den Türmen
nicht mehr als ein schmutziges Grau
Dann aber kamen die Flieger
durchbrachen die Wolkenwand
wie Raubvögel stießen sie nieder
und setzten die Stadt in Brand
Wo eben noch Menschen schliefen
da tobte ein Feuermeer
Die Bewohner schrien und liefen
in Panik hin und her
Eine Mutter suchte ihren Jungen
ihre Hände waren verbrannt
der alte Weber starrte gebannt
wie die Kirche in Flammen stand
Wie ein Schiff in schwerer See
wie ein sterbendes stolzes Tier
stand die Kirche, seine Kirche
inmitten des Flammenmeer
Noch einmal schlug ihre Glocke
dann brach das Dachgestühl ein
und durch die zersplitterten Fenster
sah man den Flammenschein
Und nach dem Lärm kam die Stille
Staubregen fiel auf die Stadt
Gebrochen der Lebenswille
verloren, traurig und matt
Zerstört war’n nicht nur die Häuser
da war noch viel mehr kaputt
Es lagen auch Hoffnung und Glaube
wie die Kirche damals in Schutt
Wie ging das damals weiter
hab ich meinen Vater gefragt
Zunächst hat er lang geschwiegen
und dann hat er gesagt:
Es war der alte Weber
Er räumte ganz allein
den Schutt aus seiner Kirche
bewegte Stein für Stein
Dass damals jemand anfing
das gab den Menschen Mut
Da war nicht nur die Asche
da war auch noch die Glut
Es war ja nur ein Anfang
ein kleiner, erster Schritt
und doch war es ein Zeichen
und riss die and’ren mit
Wenn ich heute vor der Kirche steh
dem Wahrzeichen der Stadt
denk ich an den alten Weber
und was er geleistet hat
Von ihm gibt es kein Foto
auf dem Friedhof keinen Stein
Doch die Kirche, Gott zur Ehre,
soll auch ihm ein Denkmal sein